Tlemcen, Historische Handelsstadt im Nordwesten Algeriens.
Tlemcen ist eine Stadt im Nordwesten Algeriens, die sich über ein Hochland auf 815 Metern (2670 Fuß) Höhe erstreckt, umgeben von Bergen und Obstgärten nahe der marokkanischen Grenze. Die Straßen führen zwischen alten Stadtmauern hindurch zu Moscheen, Palästen und verwinkelten Wohnvierteln mit Innenhöfen.
Die Römer gründeten hier im 4. Jahrhundert eine Siedlung namens Pomaria wegen der Obstgärten und der strategischen Lage. Die Almoraviden eroberten den Ort im 11. Jahrhundert und die Zayyaniden-Dynastie machte sie zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert zur Hauptstadt ihres Königreichs.
Die Altstadt trägt den Spitznamen Perle des Maghreb aufgrund der vielen erhaltenen Moscheen und Medresen aus der Herrschaft der Zayyaniden-Dynastie. Besucher können durch enge Gassen mit traditionellen Handwerksbetrieben gehen, wo Lederarbeiter und Teppichweber noch heute dieselben Techniken wie vor Jahrhunderten anwenden.
Die beste Besuchszeit liegt zwischen März und Mai oder September bis November, wenn die Temperaturen moderat sind und das Licht die Steinbauten gut zur Geltung bringt. Bequeme Schuhe sind wichtig für das Begehen der steilen Gassen und unebenen Pflasterwege in der Altstadt.
Die Große Moschee aus dem Jahr 1136 ist eine der größten islamischen Bauten Algeriens mit geometrischen Mustern und kalligrafischen Verzierungen an den Innenwänden. Die Stadt beherbergt außerdem die Moschee von Sidi bel Hassan aus dem 12. Jahrhundert und die Zitadelle Méchouar mit ihren massiven Verteidigungsmauern.
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