Heliopolis, Archäologische Stätte und antikes Heiligtum in Kairo, Ägypten
Heliopolis ist eine archäologische Fundstätte und ein ehemaliges Heiligtum in Kairo, Ägypten, dessen Überreste sich unter den modernen Vierteln Al-Matariyyah und Ain Shams befinden. Der sichtbarste Teil der antiken Anlage ist heute ein aufrecht stehender roter Granitobelisk, der ursprünglich aus dem Tempel des Ra-Atum stammt und während der zwölften Dynastie errichtet wurde.
Die Stadt entstand bereits vor dem Alten Reich und wurde während der dritten bis sechsten Dynastie zu einem bedeutenden religiösen Zentrum, das den dreizehnten Gau von Unterägypten regierte. Ihre Blütezeit erlebte sie im Alten und Mittleren Reich, bevor sie in späteren Epochen allmählich an Einfluss verlor.
Seinen Namen erhielt dieser Ort von der Verehrung des Sonnengottes Ra, der hier in Verbindung mit dem Schöpfergott Atum angebetet wurde. Griechische Gelehrte gaben der Stadt später den Namen Heliopolis, was Stadt der Sonne bedeutet und auf ihre religiöse Bedeutung verweist.
Die Anlage liegt heute in Wohngebieten, in denen noch immer Ausgrabungen stattfinden und neue Elemente ans Licht kommen. Besucher finden den Obelisken in Al-Matariyyah, einem Stadtteil östlich des Zentrums von Kairo.
Zwei Obelisken aus dieser Stadt stehen heute an der Themse in London und im Central Park in New York. Sie werden oft als Kleopatranadeln bezeichnet, obwohl sie Jahrhunderte vor ihrer Zeit entstanden sind.
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