Narmer-Palette, Archäologisches Artefakt im Ägyptischen Museum, Ägypten
Die Narmer-Palette ist ein zeremoniales Objekt aus Grauwacke-Stein im Ägyptischen Museum in Kairo, das auf beiden Seiten reich verziert ist. Sie ist in etwa so hoch wie ein Tisch und halb so breit, mit figürlichen Szenen und frühen Schriftzeichen.
James Quibell und Frederick Green fanden die Tafel 1898 im Ruinenhügel von Hierakonpolis, einer frühen Kultstätte am Nil. Sie stammt aus der Zeit um 3100 vor Christus, als Ober- und Unterägypten zusammenwuchsen.
Der Name Narmer ist in frühen Schriftzeichen oben auf der Tafel eingraviert und markiert einen der ersten Könige nach der Reichseinigung. Die Darstellungen zeigen zeremonielle Szenen mit Gottheiten und Gefangenen, die damals politische und religiöse Macht symbolisierten.
Das Stück ist fest im Ägyptischen Museum im Zentrum von Kairo ausgestellt und bleibt wegen seiner Bedeutung für die ägyptische Schrift dort. Man findet es in einem der Ausstellungsräume im Erdgeschoss, gut beleuchtet hinter Glas.
In der Mitte befindet sich eine runde Vertiefung, die ursprünglich zum Zerreiben von Mineralien für Schminke diente. Die detaillierten Kampfszenen und das Bild eines Stieres, der eine Festungsmauer durchbricht, fallen oft erst beim längeren Betrachten auf.
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