Sais, Archäologische Stätte im Gouvernement Gharbia, Ägypten
Sais ist eine archäologische Stätte in der Provinz Gharbiyya, die sich über mehrere Schichten mit Bauwerken aus unterschiedlichen Epochen des alten Ägypten erstreckt. Die Überreste liegen nahe dem heutigen Dorf Sa el-Hagar und zeigen Spuren von Tempeln, Wohnbauten und öffentlichen Einrichtungen.
Die Siedlung wurde während der 26. Dynastie zwischen dem 7. und 6. Jahrhundert vor Christus zur Hauptstadt Ägyptens und erlebte eine Zeit wirtschaftlicher Blüte. Nach der persischen Eroberung verlor der Ort an Bedeutung und wurde allmählich von späteren Bauten überschichtet.
Die Tempelanlage war als medizinische Lehrstätte bekannt, an der Heilkundige in Frauenheilkunde und Geburtshilfe unterrichtet wurden. Männer und Frauen studierten gemeinsam, was für das antike Ägypten eine bemerkenswerte Praxis darstellte.
Die Stätte liegt etwa 140 Kilometer nördlich von Kairo und ist mit einem Überlandbus oder Taxi ab Basion zu erreichen. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da das Gelände uneben ist und große Flächen zu Fuß zurückgelegt werden müssen.
Ausgrabungen aus den letzten Jahren legten eine neolithische Siedlung aus dem 5. Jahrtausend vor Christus frei, die den Übergang von Fischerei zu Ackerbau dokumentiert. Werkzeuge und Keramikscherben zeigen, wie die frühen Bewohner begannen, das Flussufer systematisch zu nutzen.
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