Altinbugha-al-Maridani-Moschee, Islamische Gebetsstätte in Kairo, Ägypten.
Die Moschee des Amir al-Maridani ist ein Gebetshaus im Stil der Mamluk-Architektur mit einem achteckigen Minarett und einer großen Kuppel, deren Außenmauern aufwendig verziert sind. Der Bau zeigt die typischen Merkmale dieser Periode mit präzise gestalteten Details an Fassade und Dachlinie.
Der Bau der Moschee begann 1337, als Amir al-Maridani, der damals Polizeichef von Kairo war, Land erwarb und freilegte, um diese Gebetsstätte zu errichten. Das Projekt entstand in einer Zeit, als solche Stiftungen für einflussreiche Beamte ein wichtiges Mittel waren, ihre Position in der Stadt zu behaupten.
Der Betraum wird von zahlreichen Säulen geprägt, die von antiken Stätten stammen und zeigen, wie mittelalterliche islamische Handwerker alte Materialien wiederverwendeten. Diese Praxis war damals üblich und verleiht dem Inneren eine besondere geschichtliche Schicht.
Das Gebäude wurde 2018 umfassend restauriert und ist nun in eine Wanderroute durch den Stadtteil Darb al-Ahmar integriert. Besucher können es leicht erreichen und dabei auch andere historische Stätten in der gleichen Gegend erkunden.
Das achteckige Minarett war das erste bekannte Beispiel dieser vollständig achteckigen Schaftform in der islamischen Architektur. Die Spitze trägt ein ungewöhnliches zwiebeldachartiges Finial statt des traditionellen Stils, den man sonst häufig sieht.
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