Mahmud al-Kurdi Mosque, Mamluk-Moschee im islamischen Kairo, Ägypten
Die Mahmud-al-Kurdi-Moschee ist eine Moschee aus der Mamlukenzeit im historischen Viertel Islamisches Kairo in Ägypten, die durch ihre steinerne Kuppel mit horizontalen Zickzackmustern und acht Fenstern auf einem zylindrischen Sockel auffällt. Das Gebäude verfügt außerdem über ein Minarett, das sich deutlich von den umliegenden Bauten abhebt.
Die Moschee wurde 1395 von Mahmud al-Kurdi erbaut, der als Majordomus des Sultans Barquq diente. Sie entstand in einer Zeit, in der hochrangige Staatsbeamte häufig den Bau religiöser Gebäude im Mamlukensultanat förderten.
Die Metalltüren sind mit geometrischen Sternmustern und Arabesken verziert, die für die islamische Handwerkskunst des Mittelalters typisch sind. Wer genau hinschaut, erkennt dieselben Ziertechniken, die damals sowohl bei Sakralbauten als auch bei Wohnhäusern angewendet wurden.
Die Moschee liegt im Fußgängerviertel Islamisches Kairo, das zum UNESCO-Welterbe gehört, sodass man sie leicht zu Fuß zusammen mit anderen Bauwerken in der Nähe besichtigen kann. Es empfiehlt sich, bescheidene Kleidung zu tragen und die Besuchszeiten außerhalb der Gebetszeiten einzuplanen.
Der Grundriss des Innenraums ähnelt eher einem Qa'a, also einem privaten Empfangssaal, als einem typischen Moscheenraum, was darauf hindeutet, dass das Gebäude ursprünglich als Wohnhaus begonnen haben könnte. Dies ist ein seltenes Beispiel dafür, wie ein privates Gebäude zu einer religiösen Nutzung umgewidmet wurde.
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