Nilkatarakte, Stromschnellen entlang des Nils zwischen Khartum und Assuan, Ägypten.
Die Nilkatarakte sind sechs Stromschnellen entlang des Flusslaufs zwischen Khartum im Sudan und Assuan in Ägypten, wo das Wasser über Granitfelsen und zwischen Felsinseln hindurchfließt. Jede Katarakte zeigt eine unterschiedliche Anordnung von Steinen und Wirbeln, wobei einige breite Abschnitte mit verstreuten Blöcken aufweisen, während andere enge Kanäle bilden.
Die ägyptischen Pharaonen nutzten die erste Katarakte bei Assuan als südliche Grenze ihres Reiches und errichteten dort Festungen zur Kontrolle des Handels. Später bauten die nubischen Königreiche eigene Siedlungen südlich der zweiten Katarakte und kontrollierten die Handelsrouten zwischen Zentralafrika und dem Mittelmeer.
Die einheimische Bevölkerung im Sudan nutzt die Ufer der Katarakte auch heute als Orte zum Fischen, wobei sie spezielle Netze und Körbe verwenden, um den starken Strömungen zu trotzen. Entlang dieser Abschnitte sind nubische Dörfer zu sehen, deren flache Häuser aus Lehmziegeln sich in die felsige Landschaft einfügen.
Der Zugang zu den meisten Katarakten erfolgt über unbefestigte Uferpfade oder per Boot, wobei die erste bei Assuan am einfachsten zu erreichen ist. Die starken Strömungen und das unebene Gelände erfordern festes Schuhwerk und Vorsicht beim Gehen entlang der Felsen.
Die vierte Katarakte enthält mehr als vierhundert kleine Inseln, die bei niedrigem Wasserstand sichtbar werden und ein Labyrinth aus Kanälen bilden. Fischer kennen spezielle Routen zwischen diesen Inseln, die sie über Generationen hinweg weitergegeben haben.
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