Al-Hakim-Moschee, Fatimidische Moschee in Kairo, Ägypten
Die Moschee zeigt zwei massive Minarette an ihrer Westfassade, mit zylindrischen Schäften und architektonischen Elementen aus der fatimidischen Periode.
Der Bau begann unter Kalif Al-Aziz im Jahr 990 und wurde von seinem Sohn Al-Hakim 1013 abgeschlossen, der dem Gebäude seinen Namen gab. Nach Jahrhunderten der Nutzung als Lagerhaus und Schule erhielt die Moschee in den 1980er Jahren eine umfassende Restaurierung durch die Bohra-Gemeinschaft.
Die beiden Minarette zeigen eine für die Fatimiden untypische Form, da ihre oberen Abschnitte später durch die Mamelucken ersetzt wurden. Der Hof in der Mitte dient noch heute als Versammlungsort für gemeinschaftliche Gebete, besonders während der großen Freitags-Zusammenkünfte.
Der Komplex liegt in der Nähe des Tores Bab al-Futuh an der Al-Muizz-Straße und ist während des Tages geöffnet. Besucher sollten angemessene Kleidung tragen und können den großen Innenhof sowie die Gebetshalle betreten, wenn kein Gebet stattfindet.
Während der französischen Besatzung nutzten Napoleons Truppen das Gebäude als Festung und richteten Beobachtungsposten in den Türmen ein. Die originalen Holzdecken und Inschriften gingen verloren, wurden aber in späteren Restaurierungen durch moderne Handwerker rekonstruiert.
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