Grabkomplex des Sultan Barquq, Religiöser Bildungskomplex aus dem 14. Jahrhundert im islamischen Kairo, Ägypten
Das Moschee-Madrassa des Sultan Barquq ist ein Religionsgebäude mit mehreren Gebetssälen, Unterrichtsräumen und einem Mausoleum, die sich um einen Innenhof mit Steinelementen anordnen. Die einzelnen Bereiche sind durch Korridore verbunden und ermöglichen es, die verschiedenen Funktionen des Komplexes nachzuvollziehen.
Sultan al-Zahir Barquq erbaute dieses religiöse Gebäude zwischen 1384 und 1386 als erstes Bauprojekt der Zirkassischen Mamluk-Dynastie in Kairo. Das Bauwerk markiert den Beginn einer neuen Herrschaftsphase und zeigte den Anspruch dieser Herrscher durch Architektur.
Der Komplex war ein Zentrum für religiöse Bildung, wo Studierende sich mit islamischen Rechtswissenschaften beschäftigten. Die Räume, die Schüler und Beter aufnahmen, offenbaren noch heute, wie Lehre und Gebet hier miteinander verwoben waren.
Der Eingang liegt an der Muizz-Straße und zeigt geometrische Muster sowie Bronzetüren, die leicht zu erkennen sind. Am besten erkundet man die Räume der Reihe nach, um den Aufbau des Komplexes zu verstehen.
Der Hauptgebetsaal besitzt eines der größten durchgehenden Holzdächer der Mamluk-Architektur mit aufwendigen Marmormustern und geschnitzten Details. Diese technische Leistung zeigt die handwerklichen Fähigkeiten der Baumeister dieser Zeit.
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