Jamit, ehemalige israelische Siedlung auf der Sinai-Halbinsel
Yamit war eine Siedlung in der Wüste von Nord-Sinai, die Mitte der 1970er Jahre errichtet wurde und etwa 2500 Einwohner zählte. Die Stadt bestand aus einfachen, funktionalen Gebäuden auf sandigem Gelände mit wenigen natürlichen Bäumen, etwa einen halben Kilometer vom Meer entfernt.
Yamit wurde 1973 offiziell genehmigt und 1975 gegründet, um einen Puffer zwischen Ägypten und Israel zu schaffen und einen Hafen zu entwickeln. 1982 beschloss die israelische Regierung, alle Bewohner zu evakuieren, als Teil eines Friedensvertrags, der Israel verpflichtete, den Sinai an Ägypten zurückzugeben.
Yamit war eine weltliche israelische Siedlung, die von Familien gegründet wurde, die ein neues Leben in der Wüste aufbauen wollten. Die Bewohner stammten größtenteils nicht aus religiösen Gemeinschaften und suchten nach Land, erschwinglichem Wohnraum und Möglichkeiten in der Nähe des Meeres.
Der Ort liegt heute als Ruine in der Wüste des nördlichen Sinai und ist schwierig zu erreichen; es wird empfohlen, sich lokal zu erkundigen und mit Vorsicht zu reisen. Der Zustand der Überreste ist sehr instabil, und Besucher sollten vorsichtig sein und respektvoll mit diesem historisch belasteten Ort umgehen.
Die Bewohner widersetzten sich der Evakuierung 1982 heftig, manche verstärkten sich in ihren Häusern oder kletterten auf Dächer, um zu bleiben. Soldaten setzten Ketten und Käfige ein, um die Einwohner fortzubringen, was zu Szenen führte, die in Israels Geschichte unvergessen bleiben.
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