Synagoge von Gaza, Archäologische Stätte der Synagoge in Gaza, Palästina.
Die Gaza-Synagoge ist eine antike Stätte in Gaza-Stadt mit einem bemerkenswerten Mosaikboden aus dem frühen 6. Jahrhundert. Das Mosaik zeigt aufwendige Designs mit Weinranken, die Medaillons bilden, sowie Tierfiguren, die sich über das breite Mittelschiff und die Seitenschiffe erstrecken.
Ägyptische Archäologen entdeckten die Ruinen 1965 und hielten sie zunächst für eine Kirche, bis hebräische Inschriften die wahre Natur des Gebäudes offenbarten. Der Bau wurde Anfang des 6. Jahrhunderts errichtet und war mit religiösen und künstlerischen Elementen ausgestattet, die den Austausch zwischen jüdischen und byzantinischen Kulturen zeigen.
Das Mosaik zeigt König David in byzantinischer Kleidung mit einer Leier, was die Vermischung jüdischer und regionaler Kunsttraditionen widerspiegelt. Diese Darstellung war für eine Synagoge dieser Zeit ungewöhnlich und zeigt, wie lokale künstlerische Stile in religiösen Räumen Einzug hielten.
Das Gelände ist für Besucher derzeit nicht zugänglich, aber der konservierte Mosaikboden kann im Museum des Guten Samariters in der Nähe von Jerusalem besichtigt werden. Dies ist der praktischste Weg, um die Meisterschaft des antiken Handwerks aus sicherer Umgebung heraus zu erkunden.
Zwei Stifter namens Menahem und Yeshua ließen das Mosaikwerk Anfang des 6. Jahrhunderts anfertigen und machten es zum größten bekannten Synagogengebäude im Heiligen Land. Ihre Namen und ihre Gaben sind in den Mosaikinschriften verewigt und bieten einen persönlichen Blick auf antike jüdische Großzügigkeit.
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