KV38, Antikes Grab im Tal der Könige, Ägypten
KV38 ist ein in den Kalkstein gehauenes Königsgrab im Tal der Könige nahe Luxor, das etwa 18 Meter tief in den Fels reicht. Es besteht aus einem langen Korridor, der in eine Grabkammer mündet, und folgt damit dem typischen Grundriss von Gräbern aus der 18. Dynastie.
Das Grab wurde ursprünglich für Pharao Thutmose I. errichtet, einen der bedeutenden Herrscher der 18. Dynastie. Später ordnete Thutmose III. die Überführung der sterblichen Überreste seines Vorfahren in dieses Grab an, womit der ursprüngliche Bestattungsort des Pharaos verlegt wurde.
KV38 folgt dem klassischen Grundriss ägyptischer Königsgräber: ein langer Gang, der in eine Grabkammer führt, wo der Sarkophag stand. Wer den Raum betritt, kann noch heute die typische Ausrichtung erkennen, die den Toten auf seinem Weg in die andere Welt begleiten sollte.
Das Grab liegt im Tal der Könige, das von Luxor aus gut erreichbar ist. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe und Sonnenschutz mitzubringen, da die Wege zwischen den Gräbern ungeschützt und steinig sind.
Victor Loret entdeckte das Grab im Jahr 1899, aber die Frage, ob es tatsächlich für Thutmose I. gebaut wurde oder erst später für ihn genutzt wurde, ist unter Forschern bis heute nicht abschließend geklärt. Dieser Zweifel macht KV38 zu einem der wenigen Königsgräber, dessen ursprüngliche Zuschreibung noch diskutiert wird.
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