Soportújar, Gemeinde in Spanien
Soportújar ist eine kleine Gemeinde in der Provinz Granada im Süden Spaniens, eingebettet in die Berge der Alpujarra. Die weißen Häuser des Dorfes schmiegen sich an steile Hänge, und die engen Gassen folgen dem natürlichen Gefälle des Geländes.
Das Dorf hat seinen Ursprung in der maurischen Zeit und war Teil des Königreichs Granada, bevor es im 15. Jahrhundert nach der Reconquista unter kastilische Herrschaft kam. Die typische Bauweise der Alpujarra, mit flachen Dächern aus Schiefer und Lehm, ist ein direktes Erbe dieser Zeit.
Soportújar ist heute vor allem für seine Hexenthematik bekannt: Figuren, Wandgemälde und kleine Installationen rund um Hexen und Magie sind überall im Dorf zu sehen. Besucher können durch die Gassen schlendern und die Kunstwerke entdecken, die den Ort in eine Art begehbares Freilichttheater verwandeln.
Das Dorf liegt auf erhöhtem Gelände und ist nur über Bergstraßen erreichbar, daher empfiehlt sich ein eigenes Fahrzeug. Festes Schuhwerk ist sinnvoll, da die gepflasterten Gassen steil und uneben sein können.
Soportújar gilt als eines der wenigen Dörfer in Spanien, das die Hexerei offiziell als Teil seiner Identität angenommen hat, was ihm den Spitznamen 'Pueblo de las Brujas' eingebracht hat. Diese Entscheidung hat dem Ort neues Leben eingehaucht und zieht Besucher an, die sonst kaum in die Alpujarra kommen würden.
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