Begemder, Provinz im Norden Äthiopiens.
Begemder ist eine historische Provinz im Norden Äthiopiens, die das Hochland rund um den Tanasee und die Stadt Gondar umfasst. Das Gebiet erstreckt sich über weite Gebirgszüge und tiefe Täler, wobei der Tanasee im Süden als natürliche Grenze dient.
Begemder war über Jahrhunderte eines der mächtigsten Gebiete des äthiopischen Reiches und beherbergte ab dem 17. Jahrhundert die Kaiserhauptstadt Gondar. Nach 1995 wurde die Provinz im Zuge einer nationalen Verwaltungsreform aufgelöst und in die neue Region Amhara eingegliedert.
Begemder ist eng mit der Geschichte der äthiopischen Kirche verbunden, und viele der alten Klöster und Kirchen der Region sind noch heute in Betrieb. Pilger aus dem ganzen Land reisen zu diesen Stätten, besonders rund um den Tanasee, wo sich die Klöster auf kleinen Inseln befinden.
Das Hochland ist das ganze Jahr über kühl, besonders in der Höhe, und Besucher sollten warme Kleidung einplanen, auch wenn sie in der Trockenzeit reisen. Die Regenzeit, in der Regel von Juli bis September, macht viele Straßen schwer passierbar, weshalb ein Besuch in der Trockenzeit empfehlenswert ist.
Gondar, die historische Hauptstadt von Begemder, war im 17. und 18. Jahrhundert eine der wenigen afrikanischen Städte mit einer dauerhaften Reihe von Steinpalästen und Festungen. Dieser Komplex, heute als Fasil Ghebbi bekannt, ist noch heute in der Stadt zu besichtigen.
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