Saint-Suliac, Mittelalterliches Fischerdorf in der Bretagne, Frankreich.
Saint-Suliac ist ein Dorf an der Rance, dessen Häuser hauptsächlich aus dem 15. bis 18. Jahrhundert stammen und durch rote Fensterläden sowie Verzierungen mit maritimen Motiven auffallen. Die Gebäude bilden ein Ensemble aus Granitsteinen, das sich entlang des Flusses ausbreitet und enge Gassen mit einer Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert verbindet.
Das Dorf entstand als Fischerort und entwickelte sich durch den Handel auf dem Fluss zu einem wohlhabenden Siedlungsort. Ein tragisches Ereignis im Jahr 1597 zeigte die Verwundbarkeit des Ortes, als Soldaten während der Religionskriege ein Massaker anrichteten.
Die Dorfbewohner verehrten Jungfernstatuen, die sie an vielen Mauern anbrachten, um ihre Gemeinde vor Krankheitsausbrüchen zu schützen. Diese religiösen Figuren prägen bis heute das Gesicht des Ortes und erzählen von der Volksfrömmigkeit, die das Leben hier über Jahrhunderte bestimmt hat.
Das Dorf ist am besten zu Fuß zu erkunden, da die Gassen eng und steil sind und mit alten Bögen gekennzeichnet. Der Parkplatz liegt oben im Ort, von wo aus man hinunter zur Kirche und zum Fluss wandert.
Von der Grainfollet-Statue, die auf einem Hügel über dem Dorf thront, erblickt man ein weites Panorama der Rance-Flussmündung und des darunter liegenden Ortes. Diese erhöhte Aussicht bietet eine völlig andere Perspektive auf die Gestalt des Dorfes, als wenn man in den Gassen unten wandelt.
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