Camargue, Naturschutzgebiet in Südfrankreich
Die Camargue ist ein ausgedehntes Feuchtgebiet im südlichen Frankreich zwischen dem Mittelmeer und den beiden Armen des Rhone-Deltas. Flache Lagunen wechseln sich mit Schilfbeeten ab, während sich Salzwiesen bis zum Horizont erstrecken und von schmalen Kanälen durchzogen werden.
Mönche legten im Mittelalter erste Entwässerungsgräben an und schufen damit die Grundlage für spätere landwirtschaftliche Nutzung. Im 19. Jahrhundert begannen Ingenieure mit systematischem Deichbau, um das schwankende Delta vor Überflutungen zu schützen und nutzbare Flächen zu gewinnen.
Weiße Pferde weiden hier frei und sind durch gezielte Zucht über Jahrhunderte an das sumpfige Gelände angepasst worden. Schwarze Stiere bewegen sich in Herden über die feuchten Weiden und prägen das Bild dieser Region genauso wie die traditionellen Hütten der Rinderhirten.
Mehrere erhöhte Holzstege führen über die Sümpfe und ermöglichen das Beobachten von Vögeln ohne die empfindliche Vegetation zu stören. Im Sommer sollten Besucher Sonnenschutz und Wasser mitbringen, da Schatten in den offenen Flächen knapp ist.
Hier wachsen ausgedehnte Reisfelder neben natürlichen Salzbecken und bilden eine ungewöhnliche Kombination von Süßwasser- und Salzwasserökosystemen auf engem Raum. Flamingos nutzen die flachen Gewässer als Durchgangsstation zwischen Afrika und Europa und färben im Frühjahr ganze Uferzonen rosa.
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