Provins, Mittelalterliches UNESCO-Weltkulturerbe in Seine-et-Marne, Frankreich
Provins ist eine befestigte Gemeinde in der Region Seine-et-Marne im Nordosten von Paris mit einem von Wehrmauern umgebenen Oberviertel und einer Unterstadt am Hang. Die Anlage zeigt dreizehn Türme entlang der Verteidigungslinie und ein System aus unterirdischen Gewölben unter den Straßen des historischen Zentrums.
Die Siedlung wurde im 9. Jahrhundert unter karolingischer Herrschaft erwähnt und wuchs zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert zu einem bedeutenden Messeplatz heran. Im Jahr 1229 ging sie in königlichen Besitz über und verlor allmählich ihre wirtschaftliche Bedeutung nach dem Ende der internationalen Messen.
Der Name der Stadt leitet sich vom lateinischen Praevinum ab und erscheint in mittelalterlichen Handschriften als Ort königlicher Münzprägung. Besucher sehen heute noch die gepflasterten Gassen und gotischen Häuser, die den Charakter einer befestigten Handelsstadt bewahren.
Die Oberstadt liegt auf einem Hügel und erfordert Anstiege über gepflasterte Wege, während die Unterstadt flacher und leichter zugänglich ist. Wer die Türme besichtigen möchte, sollte festes Schuhwerk tragen und sich auf schmale Wendeltreppen einstellen.
Unter den Straßen erstreckt sich ein Netz aus mittelalterlichen Kalksteingängen über mehrere Kilometer, die ursprünglich als Lager und Zufluchtsräume während Belagerungen dienten. Heute wachsen dort Pilzkulturen unter kontrollierten Bedingungen.
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