Cordes-sur-Ciel, Mittelalterliche Verwaltungseinheit in der Region Tarn, Frankreich.
Cordes-sur-Ciel ist eine Gemeinde im Kanton Cordes-sur-Ciel, gelegen auf einem Hügel mit Blick auf das Tal des Cérou, im Département Tarn in Südfrankreich. Die Siedlung erstreckt sich über verschiedene Ebenen, wobei die höchsten Teile befestigte Stadtviertel mit erhaltenen Toren und die unteren Bereiche spätere Entwicklungen aus mehreren Jahrhunderten zeigen.
Graf Raimund VII. von Toulouse ließ die befestigte Siedlung im Jahr 1222 errichten, um Einwohner aufzunehmen, die während des Albigenserkreuzzuges ihre Heimat verlassen mussten. Im späteren Mittelalter wurde der Ort ein Handwerkszentrum mit Webern und Gerbern, bevor wirtschaftliche Veränderungen ihn langsam in eine ruhigere Landgemeinde verwandelten.
Die Gassen im oberen Teil der Siedlung behalten ihre mittelalterlichen Namen bei, die an frühere Handwerksgilden erinnern, wie die Straße der Weberviertel oder die Gasse der Lederarbeiter. Einheimische nutzen die Hauptstraße noch heute für ihre Wochenmärkte, die besonders sonntagmorgens Besucher und Bewohner zusammenbringen.
Der Anstieg führt durch mehrere Tore, die jeweils eine neue Ebene des Ortes markieren und an warmen Tagen Schatten bieten. Besuchende sollten festes Schuhwerk mitbringen, da das Kopfsteinpflaster uneben ist und steile Passagen den Aufstieg erfordern.
Die Verwaltung änderte den Namen von Cordes in Cordes-sur-Ciel im Jahr 1993, um die Lage hoch über dem Tal hervorzuheben. An bestimmten Morgen scheint der Ort über Nebelschichten zu schweben, was dem neuen Namen eine anschauliche Bedeutung verleiht.
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