Synagoge der Rue Cadet, Aschkenasische Synagoge im 9. Arrondissement, Frankreich.
Das Adas Yereim ist eine aschkenasische Synagoge in einem Hinterhof in der Rue Cadet, zu der man durch einen diskreten Durchgang gelangt. Das Innere zeichnet sich durch Galerien an drei Seiten, ein zentrales Lesepult für die Tora und einen großen Oberlicht-Dachaufbau aus.
Die Synagoge entstand Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Zusammenschluss zweier Gemeinden, die deutsche und elsässische Einwanderer gegründet hatten. Später wurde sie zum Dokumentationsort von Verlusten während der beiden Weltkriege.
Der Name bezieht sich auf die Gemeinde selbst, die für ihre Religiosität bekannt war und das Zusammengehörigkeitsgefühl ihrer Mitglieder ausdrückte. Heute offenbaren die Gedenktafeln im Inneren die Geschichte der Gemeinde und ihrer tragischen Verluste.
Das Gebäude liegt in einem ruhigen Hinterhof der 9. Arrondissement und ist leicht zu verfehlen, wenn man nicht aufmerksam nach dem diskreten Eingang sucht. Da die Synagoge nicht mehr aktiv ist, kann sie nur von außen oder gelegentlich bei speziellen kulturellen Veranstaltungen besichtigt werden.
Die markanteste Besonderheit ist das Oberlicht aus Glassteinen an der Decke, in das ein großer Davidstern eingearbeitet ist. Dieses Element schafft eine seltene Verbindung zwischen moderner Bautechnik und religiöser Symbolik.
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