Pont de Tolbiac, Brücke in Paris, Frankreich
Der Pont de Tolbiac ist eine Steinbrücke über die Seine im Osten von Paris, die das 12. und das 13. Arrondissement miteinander verbindet. Sie stützt sich auf fünf elliptische Bögen und ist rund 168 m lang.
Die Brücke wurde zwischen 1879 und 1882 nach einem Entwurf der Architekten H.P. Bernard und J.D.A. Perouse erbaut, nachdem ein früherer Vorschlag von Gustave Eiffel von der Stadt abgelehnt worden war. Der Name erinnert an die Schlacht bei Tolbiac, die Karl der Große im 5. Jahrhundert gegen die Alamannen gewann.
Die Brücke verbindet zwei Viertel, die sich in den letzten Jahren stark verändert haben: auf der einen Seite Bercy, auf der anderen die Gegend rund um die Bibliothèque nationale de France. Wer sie überquert, spürt den Kontrast zwischen den alten Steinen der Brücke und den modernen Gebäuden an beiden Ufern.
Die Brücke ist zu Fuß und mit dem Fahrrad gut erreichbar und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ohne größere Hindernisse begehbar. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, findet die Metrostationen Cour Saint-Emilion und Bibliothèque François Mitterrand in der Nähe beider Ufer.
Obwohl Gustave Eiffel heute für den Eiffelturm und seine Eisenkonstruktionen bekannt ist, hatte er ursprünglich einen Entwurf für diese Brücke eingereicht, der von der Stadt abgelehnt wurde. Das letztlich gebaute Werk nutzte für seine Fundamente ein damals noch wenig erprobtes Zementverfahren, das für Steinbrücken dieser Größe ungewöhnlich war.
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