Louvre Colonnade, Klassische Kolonnade am Louvre Palast, Frankreich.
Die Louvre-Kolonnade ist die östliche Außenfassade des Louvre-Palastes im Pariser Viertel Saint-Germain-l'Auxerrois, gesäumt von einer langen Reihe von Doppelsäulen korinthischer Ordnung. Die Fassade schließt den Sully-Flügel ab und wird von einem zentralen Risalit mit Giebelfeld gerahmt, das die Längsreihe der Säulen gliedert.
Die Kolonnade wurde zwischen 1667 und 1674 unter Ludwig XIV. errichtet, nach einem Entwurf von Claude Perrault, der den Auftrag erhielt, nachdem der König den ursprünglichen Entwurf des Italieners Bernini abgelehnt hatte. Dieser Bruch mit dem damals vorherrschenden italienischen Einfluss war eine bewusste Entscheidung zugunsten eines eigenständigen französischen Baustils.
Das zentrale Giebelfeld zeigt eine Skulpturengruppe mit Minerva, umgeben von den Musen des Sieges, die den Ehrgeiz Frankreichs in Kunst und Macht zur Zeit Ludwigs XIV. verkörpert. Wer die Fassade von der Seite des Platzes aus betrachtet, nimmt dieses Bildprogramm als natürlichen Abschluss der langen Kolonnade wahr.
Die Kolonnade liegt direkt an der öffentlichen Place du Louvre und ist zu Fuß leicht erreichbar, ohne dass man das Museum betreten müsste. Es lohnt sich, die gesamte Länge der Fassade abzugehen, da die Doppelsäulen je nach Standort unterschiedliche optische Effekte erzeugen.
Obwohl die Kolonnade als öffentliches Werk präsentiert wurde, stand sie fast ein Jahrhundert lang unfertig da, da die Mittel Ludwigs XIV. bald in das Schloss Versailles flossen. Die Fassade wurde erst unter Ludwig XVI. in den 1780er Jahren vervollständigt, und die Sockelzone wurde zu diesem Zeitpunkt teils neu gestaltet.
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