Place du Colonel-Fabien, Platz und Fußgängerzone im 10. und 19. Arrondissement von Paris, Frankreich
Die Place du Colonel-Fabien ist ein Fußgängerbereich und eine öffentliche Fläche im Grenzbereich des 10. und 19. Arrondissements von Paris, zwischen dem Canal Saint-Martin und dem Parc des Buttes-Chaumont. Sie ist etwa 45 m breit und 188 m lang und besteht heute aus einem begrünten Innenbereich mit Bäumen und Sträuchern sowie Wegen für Fußgänger und Radfahrer.
Das Gelände lag einst am Stadtrand von Paris und war Standort des berüchtigten Montfaucon-Galgens aus dem 13. Jahrhundert, an dem bis 1630 Menschen hingerichtet wurden. Später diente der Ort als Eingangspunkt zur Stadt mit einem Zolltor, das vom Architekten Ledoux entworfen wurde, bevor er nach dem Zweiten Weltkrieg seinen heutigen Namen erhielt.
Der Platz trägt den Namen von Pierre Georges, einem Widerstandskämpfer des Zweiten Weltkriegs, der als Colonel Fabien bekannt war und der Kommunistischen Partei angehörte. Das markante Betongebäude des Architekten Oscar Niemeyer, das seit 1971 den Hauptsitz der Partei beherbergt, ist heute als historisches Monument eingetragen.
Der Platz ist tagsüber frei zugänglich und gut zu Fuß zu erreichen, da er im Grenzbereich zweier Arrondissements liegt und von mehreren Straßen aus erreichbar ist. Radfahrer finden ausgewiesene Spuren, und Bänke sowie Schattenplätze unter den Bäumen sind für längere Aufenthalte vorhanden.
Der begrünte Innenteil des Platzes entstand im Rahmen eines Bürgerhaushalts, der 2016 von Pariser Einwohnern abgestimmt wurde, was ihn zu einem der wenigen Plätze macht, der direkt durch Bürgerbeteiligung gestaltet wurde. Über 1.400 m² sind mit einer dichten Mischung aus Bäumen, Farnen und Efeu bepflanzt, die als eine Art städtischer Wald konzipiert ist.
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