Masjid Mubarak Begum, Moschee aus dem 19. Jahrhundert in Hauz Qazi, Alt-Delhi, Indien.
Die Masjid Mubarak Begum ist eine Moschee aus rotem Sandstein im Viertel Hauz Qazi im alten Delhi. Sie erstreckt sich über zwei Ebenen: Im Obergeschoss befinden sich drei gewölbte Gebetsräume, während das Erdgeschoss ursprünglich als Ladenzeile genutzt wurde.
Die Moschee wurde 1823 von Mubarak Begum in Auftrag gegeben, einer ehemaligen Tänzerin, die den ersten britischen Residenten Delhis geheiratet hatte. Ihre Entscheidung, dieses Gebäude errichten zu lassen, entstand in einer Zeit, in der sich lokale und britische Einflüsse in der Stadt zu vermischen begannen.
Die Moschee trägt den Namen der Frau, die sie in Auftrag gegeben hat, was für Delhi zu dieser Zeit ungewöhnlich war. Besucherinnen und Besucher können heute die Inschriften und die Architektur sehen, die an diese seltene Rolle einer Frau als Bauherrin erinnern.
Der Eingang zur Moschee führt durch einen Torbogen an der Fassade, der in den oberen Gebetsbereich hinaufführt. Die Gassen rund um Hauz Qazi sind eng und belebt, daher lohnt es sich, genügend Zeit einzuplanen, um sich in diesem Teil der Altstadt zu orientieren.
Eine Marmortafel über dem Haupttor vergleicht die Moschee mit dem Himmel und bezeichnet sie als ein zweites Jerusalem. Diese Inschrift ist ein seltenes Beispiel dafür, wie religiöse Orte in dieser Region mit universellen Vorstellungen aus anderen Glaubenstraditionen in Verbindung gebracht wurden.
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