Sheikh Lotfollah Mosque, Moschee aus dem 17. Jahrhundert am Naqsh-e Jahan-Platz, Isfahan, Iran
Die Scheich-Lotfollah-Moschee ist ein Gebetshaus aus dem 17. Jahrhundert am östlichen Rand des Naqsh-e-Dschahan-Platzes in Isfahan, das durch seine Kuppel ohne Minarett auffällt. Die Außenwände zeigen Kachelmuster in Creme- und Blautönen, während im Inneren geometrische Motive und florale Designs die gesamte Kuppel überziehen und durch natürliches Licht von kleinen Fenstern hervorgehoben werden.
Schah Abbas I. beauftragte den Architekten Baha ad-Din al-Amili im Jahr 1602 mit dem Bau dieser Moschee, die 1619 fertiggestellt wurde und der königlichen Familie als privater Gebetsraum diente. Ein unterirdischer Gang verband das Gebäude direkt mit dem Ali-Qapu-Palast auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes, sodass die Hofgesellschaft unbemerkt eintreten konnte.
Der Name ehrt Scheich Lotfollah, einen libanesischen Gelehrten, der am Hof von Schah Abbas diente und dessen Familie diese Moschee als Gebetsstätte nutzte. Die Mihrab zeigt aufwendige Fliesenarbeiten in Blau, Gold und Türkis, während arabische Kalligrafie religiöse Verse in geschwungenen Linien über die Wände führt.
Der Eingang liegt direkt am Platz und ist über eine kurze Treppe erreichbar, die in einen abgewinkelten Korridor führt, der das Innere von Außengeräuschen abschirmt. Die besten Stunden für Besuche sind am frühen Morgen, wenn Sonnenlicht durch die Kuppelfenster fällt und die Fliesenfarben zum Leuchten bringt.
Die Kuppel zeigt ein ungewöhnliches Farbspiel, das sich im Laufe des Tages von hellem Creme über Rosa bis zu Ocker verändert, eine Wirkung, die durch die spezielle Anordnung der Fliesen und den Einfall des Lichts entsteht. Im Zentrum der Kuppel erscheint ein Pfauenmuster, das erst sichtbar wird, wenn man direkt darunter steht und nach oben blickt.
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