Fagradalsfjall, Aktiver Vulkan auf Südhalbinsel, Island.
Fagradalsfjall ist ein breiter, niedriger Rücken eines Tuyas auf der Reykjanes-Halbinsel, im Pleistozän entstanden und an seinem Nordrand Langhóll 385 Meter hoch. Seine kahlen graubraunen Flanken zeigen Rücken und Mulden, aber keine Vegetation oder Bauwerke. Das weitere Vulkansystem erstreckt sich über 16 Kilometer zwischen den Systemen Eldvörp–Svartsengi und Krýsuvík.
Das vulkanische System schlief etwa 800 Jahre lang, bis im März 2021 eine neue Eruptionsphase begann. Seither haben mehrere Ausbrüche die Landschaft verändert und neue Krater geschaffen.
Der Name verbindet fagur („schön“), dalur („Tal“) und fjall („Berg“), nach dem Fagridalur, dem Tal nordwestlich des Massivs. Das Lavafeld von 2021 wurde Fagradalshraun getauft, und der Ausbruch heißt Geldingadalsgos nach Geldingadalir, dem Tal an der Ostflanke, wo sich am 19. März 2021 die erste Spalte öffnete. Der Ort zieht viele Besucher an, und der Zugang wird zeitweise gesperrt, wenn vulkanische Gase ein Risiko darstellen.
Markierte Wanderwege führen zu Aussichtspunkten, von denen aus man die Krater und Lavafelder beobachten kann. Lokale Behörden veröffentlichen regelmäßig Informationen zu Sicherheitsbedingungen und eventuellen Zugangseinschränkungen.
Die fortlaufende vulkanische Aktivität seit 2021 ermöglicht es Besuchern, Lavaströme und die Entstehung neuer Gesteinsschichten direkt zu beobachten. Die Halbinsel Reykjanes gehört zu den wenigen Orten weltweit, an denen man aktiven Vulkanismus aus relativ geringer Entfernung erleben kann.
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