Ballabio, italienische Gemeinde
Ballabio ist eine kleine italienische Gemeinde in der Provinz Lecco, die in einem breiten Becken am Fuße des Grignetta-Berges liegt. Der Ort besteht aus alten Gebäuden und kleinen Plätzen, die von einer langen Geschichte erzählen, während er gleichzeitig als Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Outdoor-Aktivitäten in den Lombardischen Dolomiten dient.
Archäologen haben Spuren von Siedlungen aus etruskischer und römischer Zeit gefunden, wobei der Name auf die antike Bedeutung des Ortes hindeutet. Im Mittelalter erlebte die Gegend verschiedene Herrscher wie die Sforza und Medici sowie französische und österreichische Armeen, was bis 1927 andauerte, als die beiden historischen Dorfteile offiziell vereinigt wurden.
Der Name Ballabio stammt aus Wörtern, die "Ort der Goldschmiede" oder "Dorf der Hütten" bedeuten. Die beiden historischen Dorfteile bewahren bis heute ihre eigenen Kirchen und Plätze, die zeigen, wie die Gemeinde lange Zeit als zwei separate Siedlungen funktionierte.
Der Ort liegt weniger als 10 Kilometer von Lecco entfernt und ist mit dem Auto über die A4-Autobahn oder mit dem Bus leicht zu erreichen. Die Gegend hat keinen Bahnhof, daher sind Mietwagen oder Busse von nahegelegenen Flughäfen wie Malpensa, Linate oder Orio al Serio die besten Möglichkeiten zur Anreise.
Zwei große Käseunternehmen, Galbani und Locatelli, begannen Ende des 19. Jahrhunderts in Ballabio und machten die Gegend zur Wiege der lokalen Käsemacherei. Der Ort wird auch in Alessandro Manzonis berühmtem Roman 'Die Verlobten' erwähnt und verbindet damit lokale Handwerkstradition mit italienischer Literaturgeschichte.
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