Carbonia, Bergbaustadt im Süden Sardiniens, Italien.
Carbonia ist eine Kommune in der Provinz Südsardinien mit etwa dreißigtausend Einwohnern und liegt im Tal von Sulcis im Südwesten der Insel. Das Bergwerk Grande Miniera di Serbariu bildet den Mittelpunkt der Anlage, von dem drei Hauptstraßen ausgehen und die Stadt in verschiedene Wohnviertel gliedern.
Die Siedlung wurde 1938 vom faschistischen Regime als Bergarbeiterstadt geplant und schnell errichtet, um Arbeiter für die Kohleminen der Region unterzubringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten die Minen weiter bis zu ihrer Schließung in den späten 1960er Jahren, als die Kohleförderung im Sulcis endete.
Der Name stammt vom italienischen Wort für Kohle und erinnert daran, dass hier Bergleute lebten und arbeiteten. Die Stadt zeigt noch heute das typische Muster einer Bergarbeitersiedlung mit verschiedenen Wohnvierteln je nach Rang der Bewohner.
Die Stadt liegt etwa sechzig Kilometer westlich von Cagliari und ist über Landstraßen gut zu erreichen. Besucher können durch die Straßen gehen und die Architektur aus den 1930er Jahren beobachten, die noch weitgehend erhalten ist.
Das ehemalige Bergwerk Serbariu wurde in ein Museum umgewandelt und erlaubt Besuchern, in die unterirdischen Stollen hinabzusteigen. Die Führung zeigt originale Werkzeuge und Maschinen an den Orten, wo sie früher benutzt wurden.
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