Monte Sirai, Archäologischer Park in Monte Sirai, Carbonia, Italien.
Monte Sirai ist ein archäologischer Park auf einem flachen Hügel in der Nähe von Carbonia, im Südwesten Sardiniens. Auf dem Plateau liegen die Überreste einer antiken Stadt, darunter Wohngebäude, Befestigungsanlagen, Tempel und eine Totenstadt, die sogenannte Tophet-Opferstätte.
Phönizische Seefahrer gründeten diese Siedlung um 730 v. Chr. als Ausguck, um Handelsrouten im westlichen Mittelmeer zu überwachen. Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. übernahmen die Karthager die Kontrolle und bauten den Ort weiter aus, bis er nach der Römerzeit im Laufe der Zeit aufgegeben wurde.
Monte Sirai war ein Ort religiöser Verehrung, an dem Tempel aus der phönizischen und karthagischen Zeit noch heute zu erkennen sind. Besucher können die Grundrisse dieser Heiligtümer begehen und sich ein Bild davon machen, wie hier Rituale und Opfergaben stattgefunden haben könnten.
Der Weg zum Gipfel des Hügels ist nicht sehr steil, aber das Gelände ist uneben, daher sind feste Schuhe empfehlenswert. An sonnigen Tagen gibt es kaum Schatten auf dem Plateau, daher ist ausreichend Wasser mitzunehmen ratsam.
Eine genetische Studie aus dem Jahr 2018 zeigte, dass sich die einheimische sardische Bevölkerung an diesem Ort mit phönizischen Siedlern vermischte, was eine der frühesten bekannten Belege für eine solche Vermischung auf der Insel darstellt. Dies macht Monte Sirai zu einem der wenigen Orte, an dem diese Begegnung zweier Bevölkerungsgruppen anhand von DNS-Daten nachgewiesen werden konnte.
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