Provinz Carbonia-Iglesias, Ehemalige Verwaltungsprovinz auf Sardinien, Italien.
Die Provinz Carbonia-Iglesias war ein Verwaltungsgebiet im Südwesten Sardiniens mit 23 Gemeinden, die sich über 1500 Quadratkilometer erstreckten. Das Gebiet lag zwischen dem Mittelmeer und bergigem Terrain und war durch regelmäßige Fährverbindungen mit den Inseln San Pietro und Sant'Antioco verbunden.
Das Gebiet wurde 2001 aus Teilen einer älteren Provinz geschaffen und 2016 aufgelöst, wobei die Gemeinden anschließend in andere Verwaltungsbezirke eingeteilt wurden. Lange vor der modernen Verwaltung hatten phönizische Siedler die Küste besiedelt und später warens es extensive Kohle-, Blei- und Zinkgruben die die Wirtschaft der Region prägten.
Die Bergbautraditionen prägen das Gesicht der Region bis heute, besonders in den Industriestädten wo alte Fabrikationsstätten und verlassene Gruben an die verarbeitende Vergangenheit erinnern. Besucher können in diesen Orten die Spuren der Arbeiter sehen, die hier lebten und in den Minen tätig waren.
Besucher können die Inseln San Pietro und Sant'Antioco mit regelmäßigen Fährverbindungen erreichen, die von den Küstenstädten abfahren. Die beste Zeit zum Erkunden ist außerhalb der heißesten Sommermonate, wenn die Straßen offener sind und die Orte zugänglicher wirken.
Carbonia wurde speziell in den 1930er Jahren als Planstadt für die Bergbauindustrie errichtet, während Iglesias als mittelalterliche Stadt daneben existierte. Diese ungewöhnliche Anordnung zweier völlig unterschiedlicher Stadttypologien als Co-Hauptstädte macht die Region historisch und baulich einzigartig.
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