Circuito di Pescara, Rennstrecke in Italien
Der Pescara Circuit war eine Rennstrecke aus öffentlichen Straßen in Hügeln und Dörfern in der Nähe von Pescara, die von 1924 bis 1961 aktiv war und über 15 Kilometer lang war. Die Route folgte einer fast dreieckigen Form mit langen Geraden von etwa 5,5 Kilometern und engen Kurven durch kleine Ortschaften wie Spoltore und Cappelle sul Tavo.
Der Circuit entstand 1924 mit dem Coppa Acerbo Rennen und war bis zu 40 Jahre lang ein wichtiger Ort für Motorsport in Italien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Veranstaltung zur Pescara Grand Prix umbenannt, erreichte mit der Weltmeisterschafts-Formel-1-Rennen 1957 ihren Höhepunkt und endete 1961 wegen Sicherheitsbedenken.
Der Schaltname "Coppa Acerbo" stammt von einem Politiker aus den 1920er Jahren und zeigt, wie eng Motorsport und lokale Geschichte verflochten waren. Heute erinnern die Namen der Dörfer entlang der früheren Strecke - Spoltore, Cappelle sul Tavo und andere - an die Orte, die einmal von Rennfahrern durchquert wurden.
Die ursprünglichen Straßen des Circuits sind heute noch vorhanden und können zu Fuß oder mit dem Auto befahren werden, so dass Besucher den historischen Verlauf nachverfolgen können. Ein Denkmal an der Via Tratturo in Spoltore ehrt die Rennfahrer und markiert einen wichtigen Punkt entlang der früheren Strecke.
Der Circuit war mit über 15 Kilometern die längste Strecke, auf der je eine Formel-1-Weltmeisterschaftsrennen ausgetragen wurde, und bleibt bis heute ein Rekord, der nie wieder erreicht wurde. Die legendäre Flying Kilometre-Sektion war so berüchtigt für Geschwindigkeit, dass Fangio dort 1950 beinahe 310 Kilometer pro Stunde erreichte.
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