Cumae, Archäologische Stätte in Bacoli, Italien
Cumae ist eine archäologische Stätte in Bacoli, die sich über vulkanisches Gelände erstreckt und Tempel, Befestigungen sowie das Apollon-Heiligtum auf der Akropolis umfasst. Die Ruinen verteilen sich auf mehrere Ebenen, wobei die obere Terrasse einen weiten Blick auf die Küste und die umliegenden Felder bietet.
Griechische Siedler aus Euboia gründeten die Stadt im 8. Jahrhundert v. Chr. und machten sie zur ersten griechischen Ansiedlung auf dem italienischen Festland. Später fiel sie unter römische Kontrolle und diente als Stützpunkt für Flotten und Handelsrouten.
Die Höhle der Sibylle, ein in den Fels gehauener Gang innerhalb der Anlage, stellt den Ort dar, an dem die prophetische Priesterin den Besuchern Orakel erteilte. Die lange Galerie führt durch den Tuffstein und endet in einem kuppelartigen Raum, wo die Weissagungen stattfanden.
Besucher erreichen das Gelände mit dem Zug von Neapel nach Torregaveta, gefolgt von einem lokalen Bus zum Eingang. Die Wege innerhalb der Anlage sind teils steil und führen über unebenes Terrain, festes Schuhwerk ist daher empfehlenswert.
Die unterirdischen Gänge dienten während des Zweiten Weltkriegs als Bunker und Geschützstellungen für deutsche Truppen. Die alten Tunnel wurden zu diesem Zweck umgebaut und tragen noch heute Spuren dieser militärischen Nutzung.
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