Lago d’Averno, Vulkankratersee in Kampanien, Italien.
Der See Avernus ist ein Vulkankrater in der Region der Phlegräischen Felder nördlich von Neapel. Der Wasserspiegel liegt etwa 40 Meter unter dem Bodenniveau, und die Küste wird von steilen Felswänden und bewaldeten Hängen gesäumt.
Der See entstand nach einem Vulkanausbruch in der Antike und wurde später von den Römern stark verändert. Im Jahr 37 v. Chr. bauten die Römer einen Kanal, um das Becken mit dem Meer zu verbinden und einen wichtigen Hafen zu schaffen.
Der See war für die Antike ein Ort der Angst und des Geheimnisses. Die Römer und Griechen sahen in ihm das Tor zur Unterwelt, weil giftige Gase aus dem Vulkan aufsteigen und Vögel töten, die über dem Wasser fliegen.
Man kann zu Fuß oder mit dem Auto zum See gelangen, aber es ist hilfreich, die Zeit für Pausen einzuplanen, da die Wege und Treppen anstrengend sein können. In den heißen Monaten sollte man frühmorgens kommen, um die Sonne zu vermeiden und ausreichend Wasser mitbringen.
In der Nähe des Sees wurde ein antiker Tunnel gebaut, einer der längsten Durchgänge, die die Römer jemals aus Stein hauerten. Dieser unterirdische Weg verband zwei Häfen und zeigt die Fähigkeit der Römer, große Projekte in schwierigem Gelände umzusetzen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.