Castello Sonnino, Neugotisches Schloss in Quercianella, Italien.
Castello Sonnino ist eine Burg im neugotischen Stil, die auf Felsen direkt über dem Meer in Quercianella, einem Küstenort südlich von Livorno, steht. Sie besteht aus einem Turm, Zinnen und einer kleinen Außenkapelle, die auf einem bereits bestehenden Turm errichtet wurden.
Die Anlage geht auf einen Wachturm zurück, der unter Cosimo III. de' Medici an dieser Stelle stand und später zu einer größeren Residenz umgebaut wurde. Im Jahr 1895 erwarb Sidney Sonnino, der später zweimal als Ministerpräsident Italiens amtierte, das Anwesen und gab ihm seinen Namen.
Das Schloss zeigt, wie wohlhabende Italiener des späten 19. Jahrhunderts ihre Häuser gestalteten und welche Stile sie bevorzugten. Die Mischung aus gotischen Elementen und der Lage direkt an der Küste spiegelt den Geschmack der Zeit wider.
Das Schloss ist in Privatbesitz und kann nur bei organisierten Führungen besichtigt werden, die vorab angemeldet werden müssen. Eine spontane Besichtigung vor Ort ist nicht möglich, daher lohnt es sich, rechtzeitig zu planen.
Auf dem Gelände ließ Sidney Sonnino einen Sarkophag in einer Felsengrotte errichten und wählte diesen Ort als seine letzte Ruhestätte. Es ist ungewöhnlich, dass ein amtierender Ministerpräsident sich ein privates Grabmal innerhalb seines eigenen Anwesens bauen ließ.
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