Pusterla dei Fabbri, Mittelalterliches Stadttor in Mailand, Italien.
Die Pusterla dei Fabbri ist ein mittelalterliches Tor in Mailand, das aus einem einzelnen Bogen mit einem dahinter aufragenden Turm bestand. Der Eingang und der Ausgang hatten unterschiedliche Ausmaße, was auf ihre verschiedenen Funktionen hinweist.
Das Tor wurde im 14. Jahrhundert unter Azzone Visconti erbaut und war Teil von Mailands Befestigungsmauern. Es wurde 1900 abgerissen, als die Stadt sich modernisierte und die alten Verteidigungsanlagen nicht mehr brauchte.
Das Tor bekam seinen Namen von den vielen Schmiedewerkstätten, die im Mittelalter in der Nähe tätig waren. Diese Handwerker prägten das Leben in diesem Stadtviertel und verliehen dem Durchgang seine besondere Identität.
Das Tor gibt es heute nur noch in architektonischen Fragmenten, die im Castello Sforzesco-Museum zu sehen sind. Wer einen Eindruck der ursprünglichen Struktur bekommen möchte, findet dort die erhaltenen Elemente ausgestellt.
Eine Büste des Hymen, des griechischen Hochzeitsgotts, schmückte einst den Bogen des Tors. Neuvermählte besuchten diesen Ort, um Tribut zu zollen, bis der heilige Carlo Borromeo die Praxis untersagte.
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