Palazzo Lercari-Parodi, Renaissancepalast in der Via Garibaldi, Genua, Italien
Der Palazzo Lercari-Parodi ist ein Renaissance-Palast an der Via Garibaldi in Genua, der sich durch eine untere Fassade mit Diamant-Bossenwerk und prächtige Portale auszeichnet. Diese Eingänge werden von zwei Telamonen flankiert, die absichtlich ohne Nase dargestellt sind und so ein ungewöhnliches Merkmal des Bauwerks bilden.
Der wohlhabende Bankier Franco Lercari, ein Gouverneur der Genueser Republik, begann 1571 mit dem Bau dieses Palastes und vollendete ihn 1578. Das Gebäude entstand in einer Zeit, als Genua als Handelsmacht seine kulturelle und wirtschaftliche Blüte erlebte.
Die Fresken im ersten Geschoss zeigen Landschaften, römische Kriegszenen und biblische Szenen in verschiedenen Räumen, die von Künstlern der Renaissance geschaffen wurden. Diese Dekoration war typisch für wohlhabende Familien, die ihre Bildung und ihren Reichtum durch solche Kunstwerke zur Schau stellen wollten.
Das Gebäude ist Privatbesitz der Familie Parodi, die es seit 1845 bewohnt, daher sind Besuche nur von außen möglich. Die Via Garibaldi mit ihren vielen anderen Palastfassaden ist leicht zu begehen und ermöglicht es, die architektonische Schönheit der Straße vollständig zu erfassen.
Die nolosen Telamonen an der Fassade beziehen sich auf die Legende des Megollo Lercari, der Feinden die Nase abhieb, um sich für Beleidigungen zu rächen. Diese ungewöhnliche Detail zeigt, wie alte lokale Geschichten in die Architektur eines Palastes einfließen konnten.
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