Biella Synagogue, Barocksynagoge im Stadtteil Piazzo, Biella, Italien
Die Biella-Synagoge befindet sich im oberen Geschoss eines mittelalterlichen Gebäudes und verfügt über einen rechteckigen Gebetsraum mit Holzbänken entlang der Wände und einem zentralen Lesepult. Der Raum ist durch einen Zugang über die Via del Bellone mit einer steinernen Treppe erreichbar, die auch zu einer Galerie für Frauen führt.
Die jüdische Gemeinde gründete die Synagoge 1725 nach der Einrichtung des Biella-Ghettos und folgte damit ähnlichen Entwicklungen in der Region Piemont. Diese Gründung war Teil einer breiteren Welle der Festigung jüdischer Gemeinschaften in Norditalien während des 18. Jahrhunderts.
Der Gebetsraum enthält eine reich verzierte Thora-Arche mit grünen und goldenen Verzierungen an der Ostwand, die nach jüdischen Traditionen ausgerichtet ist. Diese Dekoration zeigt, wie die Gemeinde ihre religiösen Praktiken mit lokaler künstlerischer Handwerkskunst verband.
Der Besuch erfolgt über einen versteckten Zugang im Vicolo del Bellone, der zu einem Vorraum und dann über eine Steintreppe zum Gebetsraum führt. Informieren Sie sich vorher über Öffnungszeiten und Zugangsregeln, da die Synagoge sich in einem Privatgebäude befindet und nicht spontan zugänglich ist.
Das Gebäude beherbergt eine Torarolle aus dem 13. Jahrhundert, die immer noch während religiöser Gottesdienste verwendet wird und damit aktiv genutzt wird. Diese Rolle ist eines der ältesten Exemplare, das noch regelmäßig in Gottesdiensten zum Einsatz kommt, was sie für Forscher und Besucher bemerkenswert macht.
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