Lucone di Polpenazze, Archäologische Stätte und UNESCO-Weltkulturerbe in Polpenazze del Garda, Italien.
Lucone di Polpenazze ist eine archäologische Stätte in der Nähe des Westufers des Gardasees, wo prähistorische Holzbauten ausgegraben wurden, die auf Pfählen über dem Wasser standen. Die Freilegungen brachten zahlreiche Gegenstände wie Werkzeuge, Keramikscherben und Gefäße zutage, die von den alten Bewohnern zurückgelassen wurden.
Die Stätte wurde im 16. Jahrhundert während Entwässerungsarbeiten entdeckt und später in den 1950er und 1960er Jahren umfassend erforscht. Diese Ausgrabungen zeigten, dass das Gebiet seit der Vorgeschichte ein wichtiger Siedlungsplatz war.
Die Grabungsstätte zeigt Spuren von Keramikstilen und Werkzeugen, die von frühen Gemeinschaften hinterlassen wurden, die am Seeufer lebten. Diese Funde geben Einblick in den Alltag und die handwerklichen Techniken dieser prähistorischen Bewohner.
Der Zugang zur Stätte erfordert in der Regel eine Führung, da die Ausgrabungsbereiche geschützt sind und spezialisierte Erklärungen wertvoll sind. Wer tiefer in die Funde eintauchen möchte, kann das Archäologische Museum der Valle Sabbia besuchen, wo weitere Objekte ausgestellt sind.
Die Überreste eines Kinderschädels deuten darauf hin, dass die prähistorische Gemeinschaft rituelle Praktiken hatte, möglicherweise verbunden mit der Gründung oder dem Schutz von Siedlungen. Dieser Fund ist einer der wenigen direkten Hinweise auf solche rituellen Bräuche in dieser Region.
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