Pfahlbausiedlung von San Sivino, archäologische Stätte in der Lombardei, Italien
Das Sito palafitticolo San Sivino-Gabbiano ist eine archaeologische Staette mit Resten von Holzpfaehlen, die vor Tausenden von Jahren als Fundamente fuer Hausbauten dienten. Der Fundort erstreckt sich etwa 150 Meter entlang des Seeufers und liegt teilweise unter Wasser, wobei Eichenholz und andere Materialien durch die feuchte Umgebung hervorragend erhalten blieben.
Das Ausgrabungsgebiet wurde 1971 von Tauchern entdeckt, die Holzpfaehle auf dem Seeboden sahen und damit den Ort der fruehen Besiedlung offenbarten. Die Strukturen stammen aus der Bronzezeit, etwa zwischen 2200 und 1400 vor Christus, und gehoeren zu einer groesseren Gruppe von vorgeschichtlichen Seeufersiedelungen in den Alpen.
Der Ort zeigt, wie alte Gemeinschaften ihre Häuser direkt über dem Wasser bauten, um vom See zu leben und sich vor Überschwemmungen zu schützen. Die Holzpfähle und gefundenen Gegenstände erzählen von einer Lebensweise, die eng mit dem See verbunden war und auf Fischen sowie Sammeln von Nahrung beruhte.
Der Ort ist mit dem Auto erreichbar und verfuegt ueber einen Fussweg entlang des Seeufers, wo man die Fundstaette aus der Naehe betrachten kann. Das nahe gelegene Museum Civico della Valtenesi in Manerba del Garda zeigt die gefundenen Gegenstoende und hilft Besuchern, das Leben in dieser fruehen Zeit besser zu verstehen.
Die Holzstrukturen sind unter Wasser so gut erhalten, dass Archaeologen noch heute Holzfasern und Details sehen koennen, die normalerweise nach Tausenden von Jahren verrottet waeren. Diese aussergewoehnliche Bewaehrung gab Forschern seltene Einblicke in Handwerkstechniken und Baumethoden der Bronzezeit.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.