Pfahlbausiedlung von Frassino, Bronzezeitliche archäologische Stätte in Peschiera del Garda, Italien.
Das Sito palafitticolo del Frassino ist eine archäologische Stätte mit versunkenen Holzstrukturen und Resten von prähistorischen Pfahlbausiedlungen an den Ufern des Gardasees. Die Überreste zeigen die Grundlagen von Wohnbauten und Alltagsgegenständen aus der Bronzezeit, die systematisch freigelegt wurden.
Die Stätte wurde während der Bronzezeit von Gemeinschaften besiedelt, die spezialisierte Bautechniken für feuchte Umgebungen entwickelt hatten. Archäologische Ausgrabungen 2014 zeigten, dass die Siedlungen über die Wasserlinie hinaus auch auf Trockenboden reichten.
Die archäologische Stätte zeigt, wie Menschen vor Tausenden von Jahren direkt am Wasser lebten und ihre Häuser auf Pfählen bauten. Diese Bauweise war eine praktische Antwort auf die Seeufer und ermöglichte es den Bewohnern, Fischerei und Landwirtschaft zu kombinieren.
Besucher können an Führungen teilnehmen, bei denen Informationstafeln die Bautechniken und das Alltagsleben der frühen Seebewohner erklären. Weil ein Großteil der Stätte unter Wasser liegt, kann man die Überreste nur von Land aus oder mit speziellen Touren erkunden.
Der Fundort gehört zu einer UNESCO-Welterbestätte, die mehrere Pfahlbausiedlungen in den Alpenregionen Europas verbindet und zeigt eine gemeinsame Lebensweise über mehrere Länder hinweg. Besonders wertvoll sind die organischen Materialien wie Holz und Textilien, die in der nassen Umgebung über Jahrtausende erhalten blieben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.