Metropoliz, Besetztes Haus im östlichen Rom, Italien.
Metropoliz ist eine umgenutzte Fabrik in der östlichen Peripherie Roms, die seit 2009 von etwa zweihundert Menschen als Wohnraum und Kunstraum genutzt wird. Die Anlage beherbergt private Wohnungen, gemeinschaftliche Bereiche und einen Ausstellungsbereich, wo Kunstwerke von internationalen Künstlern zu sehen sind.
Die ehemalige Salami-Fabrik wurde 2009 von Aktivisten der Gruppen Blocchi Precari Metropolitani und Popica besetzt und in einen gemischten Wohn- und Kunstraum umgewandelt. Diese Besetzung markierte einen Wendepunkt in Roms Geschichte der sozialen Bewegungen und der Reaktion auf Wohnungsknappheit.
Der Ort zeigt das alltägliche Leben einer gemischten Gemeinschaft, wo Menschen verschiedener Herkunft zusammenleben und gemeinsame Räume nutzen. Besucher können diese gelebte Vielfalt in den Kunstausstellungen und den bewohnten Bereichen des Ortes direkt erleben.
Der Ausstellungsbereich öffnet samstags für Besucher, die kostenlos zeitgenössische Kunstausstellungen in einem ungewöhnlichen Umfeld sehen können. Es ist sinnvoll, vorher zu prüfen, ob Führungen angeboten werden, da die Räume weitgehend bewohnt sind und nicht alle Bereiche frei zugänglich sind.
An diesem Ort leben Romani und Menschen aus vielen anderen Ländern wie Italien, Marokko und Peru in einer der ersten großen besetzten Wohnanlagen Roms. Diese integrierte Gemeinschaft ist selten und zeigt einen ungewöhnlichen Zusammenhalt im Kontext urbaner Besetzungsbewegungen.
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