Hirado, Hafenstadt in der Präfektur Nagasaki, Japan
Hirado ist eine Hafenstadt in der Präfektur Nagasaki im Nordwesten von Kyushu, verteilt über mehrere Inseln und Teile der Kitamatsuura-Halbinsel. Die Küste ist rau und zerklüftet, mit schmalen Buchten und kleinen Fischerdörfern, die sich an die Hügel schmiegen.
Zwischen 1550 und 1641 war der Hafen ein Zentrum für Händler aus Portugal, England und den Niederlanden, bevor der Handel nach Dejima verlegt wurde. Die Behörden schlossen später die Küste für Ausländer und verboten die christliche Ausübung im ganzen Land.
Der Name stammt von den historischen Handelsbeziehungen der Matsura-Familie, die hier über Jahrhunderte herrschte und den Hafen für den Austausch mit fremden Ländern nutzte. Heute sieht man in den Straßen Spuren dieser Vergangenheit, etwa in den alten Lagerhäusern und den Tempeln, die Fischer vor der Ausfahrt besuchen.
Das Tourismuszentrum am Sanbashi-Terminal bietet Führungen und Auskunft über Busse und Fähren zwischen den Inseln. Die Straßen sind oft eng und kurvenreich, daher ist eine gute Orientierungskarte hilfreich.
Versteckte christliche Gemeinden überlebten hier zwei Jahrhunderte Verbot, indem sie ihren Glauben im Geheimen pflegten. Manche ihrer Gebetsstätten liegen noch in abgelegenen Tälern, oft nur über schmale Pfade erreichbar.
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