Dejima, Historische Stätte und Freilichtmuseum in Nagasaki, Japan
Dejima ist eine kleine, künstlich angelegte Insel in der Stadt Nagasaki, Südjapan, die heute als Freilichtmuseum und historische Stätte zugänglich ist. Das Gelände hat die Form eines Fächers und zeigt rund 16 rekonstruierte Gebäude aus der Edo-Zeit, darunter Lagerhäuser und Wohnhäuser.
Dejima wurde im 17. Jahrhundert vom Tokugawa-Shogunat angelegt, um ausländische Händler, vor allem niederländische Kaufleute der VOC, an einem kontrollierten Ort zu halten. Die Niederlassungen blieb über 200 Jahre lang der einzige offizielle Berührungspunkt zwischen Japan und Europa, bis amerikanische Schiffe Japan in den 1850er Jahren zur Öffnung zwangen.
Einige der Händler, die auf Dejima lebten, hielten Tiere wie Hühner, Kühe und sogar einen Elefanten. Sie brachten Waren wie Bier, Schokolade und europäisches Gemüse mit, die in Japan damals völlig unbekannt waren.
Das Gelände ist die meisten Tage von früh bis spät abends geöffnet, und ein Besuch am späten Nachmittag lohnt sich, da die Gebäude nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet werden. Man erreicht es bequem mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Dejima, von dort ist der Eingang nur wenige Gehminuten entfernt.
Gelehrte wie Engelbert Kaempfer und Philipp von Siebold lebten zeitweise auf Dejima und sammelten dort Pflanzen, Bücher und wissenschaftliche Instrumente, die sie nach Europa mitnahmen. Durch den Handel über diese Insel gelangten Geräte wie frühe Kameras und Heißluftballons erstmals nach Japan.
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