Chūson-ji, Buddhistischer Tempel in Hiraizumi, Japan
Chūson-ji ist ein buddhistischer Tempelkomplex im bewaldeten Kanzan-Hügel in Hiraizumi, der mehrere religiöse Gebäude umfasst, die durch Wege über etwa einen Kilometer verbunden sind. Die Anlage liegt in einem dichten Wald aus Zedern und anderen Bäumen, wobei jeder Schrein und jede Halle einen eigenen Charakter hat.
Der Mönch Ennin gründete die Anlage im Jahr 850 als kleines Kloster. Fujiwara no Kiyohira baute sie ab 1095 zu einem großen religiösen Zentrum aus und ließ die goldene Halle 1124 errichten, um die Macht seines Clans zu zeigen.
Der Name Chūson bedeutet mittlerer Tempel und verweist auf seine Lage zwischen zwei weiteren heiligen Bergen in der Region. Besucher sehen heute buddhistische Mönche bei Zeremonien und finden kleine Gebetshallen entlang der Waldwege, die noch immer für religiöse Rituale genutzt werden.
Der Komplex öffnet täglich von 8:30 bis 17:00 Uhr mit angepassten Zeiten im Winter. Besucher erreichen den Tempel mit dem Bus oder zu Fuß vom Bahnhof Hiraizumi aus und sollten festes Schuhwerk für die Waldwege mitbringen.
Die goldene Halle bewahrt drei mumifizierte Körper der Fujiwara-Clanführer in separaten Altären auf. Diese Bestattungsform war während der Heian-Zeit ungewöhnlich und zeigt den besonderen Status, den die Familie in der Region hatte.
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