Kanjizaiō-in, Buddhistische Tempelruinen in Hiraizumi, Japan
Kanjizaiō-in ist eine restaurierte buddhistische Tempelanlage mit einem Jodo-Garten im heutigen Hiraizumi. Der Garten konzentriert sich um den Teich Maizurugaike mit seinen Steinbrücken und natürlichen Elementen, wo einst die Amidado-Gebäude standen.
Die Anlage wurde von der Ehefrau des Fujiwara no Motohira, des zweiten Herrschers des Oshu-Fujiwara-Clans, gegründet. Sie verfiel während der Kamakura-Periode und wurde erst in der jüngeren Zeit durch Ausgrabungen zwischen 1973 und 1976 wieder erforscht.
Der Garten wird nach den Prinzipien des Jodo-Buddhismus gestaltet, wobei der Teich und die Brücken die Reise ins Reine Land symbolisieren. Besucher können diese spirituellen Konzepte noch heute in der Anordnung der Steine und Wege nachvollziehen.
Das Gelände ist heute frei zugänglich und kann zu jeder Jahreszeit besucht werden, wobei der Garten im Herbst und Frühling besonders reizvoll wirkt. Besucher sollten mit unbefestigten Wegen rechnen und festes Schuhwerk tragen, besonders nach Regen.
Die Wassersystem des Teiches folgte präzisen Anweisungen aus dem Sakuteiki, einem Gartenbaubuch aus der Heian-Zeit, das die Nutzung großer Flusssteine zur Wasserführung vorsah. Diese alte Designmethode zeigt, wie sorgfältig frühe japanische Gärtner ihre Werke planten.
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