Kusatsu Onsen, Thermalbadeort in der Präfektur Gunma, Japan.
Kusatsu Onsen ist eine Thermalquellenanlage in der Präfektur Gunma in Japan, die für ihre stark sauren Gewässer bekannt ist. Im Zentrum steht das Yubatake, ein großes Holzgestell aus Rinnen, durch das heißes Quellwasser mit etwa 55 Grad Celsius fließt und Dampfschwaden über die umliegenden Straßen wehen lässt.
Der deutsche Arzt Erwin von Baelz besuchte den Ort Ende des 19. Jahrhunderts und dokumentierte die heilende Wirkung der sauren Quellen, was zu ihrer Anerkennung in der westlichen Medizin führte. Bereits seit Jahrhunderten suchten Wanderer und Reisende aus ganz Japan die Thermalquellen auf, um Hautleiden und Muskelschmerzen zu behandeln.
In der Netsunoyu-Halle wird täglich das Yumomi vorgeführt, eine alte Methode, bei der das Thermalwasser mit breiten Holzbrettern rhythmisch geschlagen wird, um es abzukühlen, während die Darsteller dazu Volkslieder singen. Diese Praxis entstand, weil das Wasser sonst zu heiß wäre, und verbindet heute praktischen Nutzen mit gemeinschaftlichem Ritual.
Direkte Busse verbinden den Bahnhof Shinjuku in Tokio mit dem Badeort in etwa drei Stunden Fahrtzeit, zusätzlich gibt es Verbindungen vom Bahnhof Naganohara Kusatsuguchi. Der Ort liegt auf über 1200 Metern (etwa 4000 Fuß) Höhe, daher sollten Besucher auch im Sommer leichte Jacken einpacken, da die Abende kühl werden können.
Die natürlichen Quellen liefern das höchste Wasservolumen unter allen heißen Quellen Japans, wobei pro Minute mehr als 32.000 Liter austreten. Der hohe Säuregehalt des Wassers wirkt stark antibakteriell, weshalb die Quellen seit jeher für ihre reinigende Wirkung geschätzt werden.
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