Noboribetsu Onsen, Thermalgebiet in Noboribetsu, Japan
Noboribetsu Onsen ist ein Thermalgebiet in der Stadt Noboribetsu im Südwesten Hokkaidos, bekannt für seine vielfältigen Quellen, darunter Schwefel-, Chlorid- und Alaun-Quellen. Das Gebiet liegt neben dem Jigokudani, einem dampfenden Vulkantal mit farbig gefärbtem Boden und brodelnden Becken.
Die Nutzung der Quellen von Noboribetsu geht auf die Edo-Zeit zurück, also auf vor mehr als 300 Jahren, als die ersten Menschen hierher kamen, um die Heilkraft des Wassers zu nutzen. Ein Mann namens Kinzo Takimoto entdeckte eine der Quellen und baute eine einfache Unterkunft, um sie mit anderen zu teilen, was den Grundstein für das heutige Kurgebiet legte.
In Noboribetsu sind Oni, die Dämonen der japanischen Folklore, überall präsent: als Statuen entlang der Wege, an Eingängen und im Jigokudani. Diese Figuren sind Teil einer lokalen Erzähltradition, die den vulkanischen Charakter der Gegend mit alten Vorstellungen von Feuer und Unterwelt verbindet.
Die meisten Ryokans und Hotels bieten Badezugang an, einige auch für Tagesgäste ohne Übernachtung. Der Jigokudani-Rundweg ist gut ausgeschildert und zu Fuß bequem erreichbar, am besten mit festem Schuhwerk wegen des unebenen Geländes.
Im Jigokudani liegt der Oyunuma, ein großer Kratersee mit milchig blauer Oberfläche, der durch vulkanische Aktivität dauerhaft warm bleibt. Am Ufer gibt es Fußbäder, die direkt aus dem heißen Wasser des Sees gespeist werden.
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