San'ya, Arbeiterviertel in den Bezirken Taito und Arakawa, Tokio, Japan.
San'ya ist ein Wohnviertel in den Bezirken Taitō und Arakawa im Nordosten von Tokio, in dem sich zahlreiche günstige Unterkünfte und kleine Restaurants befinden. Die Straßen verlaufen gitterförmig und führen vorbei an mehrstöckigen Gebäuden, in denen sich Gästehäuser, Werkstätten und Lebensmittelgeschäfte befinden.
Während der Edo-Zeit legten die Behörden hier ein Gebiet für Handwerker und Tagelöhner fest, das außerhalb der großen Stadttore lag. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Anzahl einfacher Unterkünfte für Menschen, die in der Stadt Arbeit suchten.
Die Häuser hier sind eng aneinandergebaut und viele Bewohner leben in einfachen Zimmern, die sich durch schmale Gänge erreichen lassen. An Straßenecken stehen oft Automaten, an denen sich Arbeiter morgens mit heißem Tee oder kalten Getränken versorgen.
Die Metrostation Minami-Senju liegt wenige Gehminuten entfernt und verbindet das Viertel mit anderen Teilen Tokios. Wer hier übernachten möchte, findet vor allem kleine Zimmer mit gemeinsamen Waschräumen und Küchen.
Der Name Namidabashi, der für eine Kreuzung verwendet wird, bedeutet Brücke der Tränen. Früher verabschiedeten sich hier Familien von Angehörigen, die zu Hinrichtungen geführt wurden.
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