Jōkan-ji, Buddhistischer Tempel in Minami-Senju, Japan
Jōkan-ji ist ein buddhistischer Tempel in Minami-Senju mit einer Haupthalle, die dem Amida-Buddha gewidmet ist, und mehreren Gedenksteinen auf dem Gelände. Die Holzbauten folgen den traditionellen Formen japanischer Tempelarchitektur mit geschwungenen Dächern und offenen Veranden.
Der Tempel wurde 1655 gegründet und diente als reguläre Gebetsstätte für buddhistische Gläubige. Nach dem großen Erdbeben von 1855 wurden hier Tausende Kurtisanen aus dem nahen Yoshiwara-Viertel bestattet, was dem Ort seinen Beinamen Nagekomi-dera gab.
Der Tempel bewahrt mehrere Steindenkmäler mit japanischer Poesie und erinnert an den Schriftsteller Nagai Kafu, der über das nahe Vergnügungsviertel schrieb. Besucher sehen hier die Verbindung zwischen buddhistischer Tradition und literarischer Erinnerung an das alte Tokio.
Das Tempelgelände liegt eine Gehminute von der Station Minowa an der Tokyo Metro Hibiya Line entfernt und ist täglich bis 16:30 Uhr im Winter oder 17:00 Uhr im Sommer geöffnet. Die Anlage ist klein und der Besuch dauert meist nicht länger als 20 oder 30 Minuten.
Auf dem Gelände steht der Yoshiwara-Gedenkturm, der die sterblichen Überreste von etwa 11.000 Kurtisanen aus dem historischen Vergnügungsviertel birgt. Die Inschriften am Turm dokumentieren die Namen und das schwere Leben der Frauen, die im 19. Jahrhundert hier ihre letzte Ruhe fanden.
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