Karako-Kagi site, Archäologische Stätte in Tawaramoto, Japan
Karako-Kagi ist eine archäologische Fundstätte in Tawaramoto in Japan, die eine von mehreren Gräben umgebene Siedlung umfasst. Die zentrale Wohnfläche hat einen Durchmesser von rund 400 Metern und erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 42 Hektar.
Die Siedlung bestand zwischen 300 vor unserer Zeitrechnung und 300 nach unserer Zeitrechnung und zählte zu den größten Wohnplätzen der Yayoi-Zeit. Bei der ersten großen Grabung im Jahr 1936 kamen zahlreiche Keramiken, Steinwerkzeuge und Holzobjekte ans Licht.
Aus den Keramikfunden geht hervor, dass die Bewohner bereits mehrstöckige Bauwerke errichteten und damit ein fortgeschrittenes handwerkliches Können besaßen. Solche Darstellungen auf Tongefäßen zählen zu den frühesten Belegen für komplexe Holzarchitektur in der Region und zeigen die alltägliche Lebensweise jener Zeit.
Das zugehörige Museum zeigt eine Fülle von Fundstücken und gibt einen genauen Einblick in den Alltag der Menschen jener Zeit. Wer sich für frühe Siedlungsformen interessiert, findet hier anschauliche Nachbildungen und ausführliche Erläuterungen.
Neben Wohnbauten wurden hier auch Anlagen zur Bronzeverarbeitung gefunden, was auf ein entwickeltes Handwerk hinweist. Keramiken mit bildlichen Darstellungen sind selten und machen die Fundstätte zu einem der bedeutendsten Zeugnisse der Yayoi-Zeit.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.