Hōōzuka Kofun, Schlüssellochförmiger Kofun in Kōnodai, Ichikawa, Japan
Das Hōōzuka Kofun ist ein schlüssellochförmiger Grabhügel in Kōnodai, Ichikawa, Präfektur Chiba, am linken Ufer des unteren Edo. Die rekonstruierte Länge beträgt 54,5 m (gemessen 58 m), mit einem hinteren Kreis von 27 m Durchmesser und 5,7 m Höhe sowie einem 35 m breiten und 5,6 m hohen, nach Nordwesten ausgerichteten vorderen Teil. Eine Korridorkammer aus Tuffstein (Bōshū-Stein) öffnet sich nach Südwesten aus dem hinteren Kreis.
Dieser Grabhügel wurde im 6. Jahrhundert während einer Zeit großer politischer Veränderungen in Japan errichtet. Das Bauwerk zeigt die fortgeschrittenen Fähigkeiten alter japanischer Gesellschaften beim Schaffen monumentaler Strukturen für ihre Eliten.
Der Name Hōōzuka wird auch mit den Zeichen für „hōō“ (法王/鳳凰) geschrieben, die gleich ausgesprochen werden. Bis 1875 stand ein Tenmangū-Schrein auf der Kuppe; er wurde beim Ankauf des Geländes für die Universität etwa 300 Meter nach Nordwesten versetzt. Die Haniwa des Hügels umfassen zylindrische, Haus-, Menschen-, Pferde-, Wasservogel- und speerförmige Figuren, teils im lokalen Shimōsa-Stil, teils aus dem Ikueduka-Brennofen in Kōnosu, Saitama.
Der Grabhügel liegt auf dem Campus Kōnodai der Tokyo Medical and Dental University in Ichikawa, Präfektur Chiba, am linken Ufer des unteren Edogawa. Er ist nicht als historische Stätte ausgewiesen, der Zugang richtet sich daher nach den Campusregeln; die Funde werden im Städtischen Archäologischen Museum Ichikawa in Horinouchi gezeigt.
Auf der Kuppe des Hügels stand einst der Schrein Kōnodai Tenmangū, der 1875 beim Ankauf von Gelände für die Universität etwa 300 Meter nach Nordwesten versetzt wurde. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Umgebung Militärgelände; deren Ausbau zerstörte den Hügel teilweise und versah ihn mit Steinmauern.
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